Richtig Lüften und Heizen
Früher hieß es: »Fenster zu, wir heizen nicht für die Straße.« Wie sich die Zeiten ändern. Heute entstehen Häuser, die so gut abgedichtet sind, dass richtiges Heizen und Lüften von den Bewohnern neu gelernt werden müssen. Denn wer mit den Gewohnheiten von früher lüftet, schadet der Bausubstanz und seiner Gesundheit.
Seit 2002 gilt in Deutschland die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie fordert umfangreiche planerische und bauliche Schritte, damit in neu errichteten Häusern und umfangreich sanierten Altbauten der Primärenergiebedarf beim Heizen der Gebäude deutlich sinkt.
Alte Häuser und neue Häuser richtig lüften
In Häusern, die vor dieser Zeit errichtet wurden, liegt der Austausch zwischen Innenraum- und Außenluft bei geschlossenen Fenstern und Türen zwischen einem halben und zwei Raumvolumina pro Stunde, je nachdem, wie dicht Fenster und Türen sind.
In diesen Gebäuden, die nicht dem aktuellen Niedrigenergiehaus-Standard entsprechen, wird die Luft des Raumes also bis zu zwei Mal pro Stunde ausgetauscht. Im Gegensatz dazu liegt in Gebäuden, die nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung errichtet sind, der Austausch teilweise weit unter einem halben Raumvolumen pro Stunde.
Obwohl alte Bauwerke einen so hohen Luftaustausch haben, ist tägliches Stoßlüften erforderlich, um die Luftfeuchte aus dem Haus zu transportieren.
Richtig Lüften und Heizen im Winter
Moderne Heizungsanlagen verlangen kaum noch ein manuelles Eingreifen. Viele Systeme werden im in der Nacht heruntergefahren. Wer das bei einer Heizungsanlage mit Fußbodenheizung tun möchte, sollte die zwei bis drei Stunden Verzögerung bedenken. So lange dauert es, bis die Heizung das Temperaturniveau der Wohnräume verändert.
Im Winter werden die Heizungen auch beim Stoßlüften nicht heruntergedreht. Da es sich jeweils nur um wenige Minuten handelt, würde die Wirkung verpuffen.
Richtiges Lüften sollten die Bewohner moderner Häuser das ganz Jahr über beherzigen. Es dient ihrer Gesundheit. Besonders im Winter beugt richtiges Lüften der Schimmelbildung vor.
Drei Schritte zum richtigen Lüften
- Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster ganz. Je nach Außentemperatur reichen vier bis zehn Minuten Stoßlüften. Schließen Sie danach die Fenster und lassen Sie diese nicht geklappt. Das kann zu Schimmelbildung in den Fensterleibungen führen und vergeudet wertvolle Heizenergie. Bei bewohnten Häusern sollten Sie idealerweise mehrfach am Tag lüften.
- Über-Kreuz-Lüften: Gemeint ist das Öffnen gegenüberliegender Fenster oder Türen. Nur so entsteht der Luftsog, der die schädliche Feuchtigkeit zügig aus den Wohn- und Arbeitsräumen entfernt.
- Lüften nach dem Duschen und Kochen: Beim Duschen und Kochen entsteht besonders viel Wasserdampf. Der sich, wenn er abkühlt, zuerst an den kühleren Außenwänden und Ecken des Gebäudes absetzt. Damit droht Schimmelbildung. Diese vermeiden Sie durch richtiges Lüften direkt nach dem Duschen und Kochen.
Richtig Lüften im Sommer
Richtig Lüften im Sommer funktioniert im Prinzip genauso wie im Winter. Sie befolgen also die Schritte eins bis drei. Lediglich die Zeitpunkte des Lüftens verschieben sich auf die kühleren Zeiten des Tages und der Nacht. So erhalten Sie ein angenehmes und gesundes Raumklima.
Warum zu wenig Lüften der Gesundheit schaden kann, erfahren Sie hier beim Umweltbundesamt.
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